Mercè Rodoreda
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Mercè Rodoreda (Barcelona, 1908 - Girona, 1983) ist wegen der lyrischen Dichte ihrer Werke die wichtigste Romanschriftstellerin der Nachkriegszeit. Sie ist die Autorin des meist gelesenen katalanischen Romans aller Zeiten La plaça del Diamant (1962), der mittlerweile in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurde.

Sie schreibt zunächst Erzählungen für Zeitschriften, als Versuch eines Auswegs aus ihrer enttäuschenden Ehe, später dann vier Romane auf einmal, die sie aber kurz darauf wieder zurückzieht, außer den Roman Aloma (1938), für den sie den Crexells-Preis gewinnt. Zu Beginn des spanischen Bürgerkriegs arbeitet sie für das Propagandakommissariat der Generalitat de Catalunya und für die Institució de les Lletres Catalanes. Sie geht zunächst ins Exil in verschiedene Orte in Frankreich, danach nach Genf und bricht ihr literarisches Schweigen erst nach 20 Jahren mit dem Band Vint-i-dos contes (1958), für den sie den Víctor Català-Preis erhält. Für El carrer de les Camèlies (1966) wird sie mit dem Sant Jordi-Preis, dem Kritikerpreis und dem Ramon Llull-Preis ausgezeichnet. Mitte der 70er Jahre kehrt sie nach Katalonien zurück, in den Ort Romanyà de la Selva, wo sie ihren Roman Mirall trencat (1974) beendet und weitere Romane, z. B. Viatges i flors und Quanta, quanta guerra..., im Jahr 1980 schreibt. Im gleichen Jahr erhält sie den Ehrenpreis für katalanische Literatur. Seit 1998 wird zu Ehren der Autorin der Mercè Rodoreda-Preis für Erzählliteratur verliehen.

Sie war Ehrenmitglied des katalanischen Schriftstellerverbandes (AELC).



Dokumentation: M. Rosa Ruiz González.
Aktualisierung: Heura Marçal Serra.
Übersetzung: Katharina Wieland.
Fotos: © Archiv der Stiftung Mercè Rodoreda.



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