Miquel Bauçà
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Miquel Bauçà (Felanitx, Mallorca, 1940 – Barcelona, 2005), Dichter und Schriftsteller, war berühmt für seine verbale und soziale Radikalität. Für seinen Facettenreichtum als Dichter wurde er mit dem Salvat-Papasseit-Preis 1961 für Una bella història ausgezeichnet, das erste Buch, mit dem er die Kritik blendet, als er noch als viel versprechender Jungautor galt. Später erhielt er weitere Auszeichnungen wie den Vicent Andrés Estellés-Preis 1974 für Notes i comentaris oder den Preis der Stadt Barcelona 1985 für Carrer Marsala.

Dieses, sein erstes Prosawerk stellte den Wendepunkt in der Aufnahme durch die Kritik gegenüber dem Autor dar. Er wurde zum Referenzschriftsteller für diejenigen, die eine Literatur, die sich der Idee des ganzheitlichen Menschen verpflichtet sah, suchten; von diesem Zeitpunkt an wollte man ihn immer in das Schema einpassen, das er immer auf die ein oder andere Weise abgelehnt hatte. So fühlte er sich, obwohl er 1989 den Sant Joan-Preis für seinen Roman L’estuari erhielt, nie der literarischen Gesellschaft seiner Zeit zugehörig. Zu den von ihm veröffentlichten Erzählungen gehören unter anderem auch El canvi (1997), eine innovative Sammlung in Form eines Wörterbuches und Els somnis (2002).

In seinen letzten Lebensjahren entsagte er immer stärker der täglichen Realität, gab aber die Arbeit an seinem Werk nicht auf, das zu den originellste und intensivsten der literarischen Generation der Siebziger zählt. Miquel Bauçà starb am 3. Januar 2005 und hinterließ ein nicht zu klassifizierendes Werk, welches beispielhaft die Grenzen der zeitgenössischen katalanischen Literatur aufzeigt.


Seite erstellt von X. R. Trigo für den AELC.
Texte: Xavier Gual.
Übersetzung: Katharina Wieland.
Fotos: Archiv des AELC.




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