Llorenç Villalonga
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Llorenç Villalonga (Palma de Mallorca, 1897-1980), Schriftsteller und Psychiater.

Er studiert Medizin und spezialisiert sich auf Psychiatrie (1919-1927). Er praktiziert als Arzt in Palma, zunächst in einer Privatpraxis, dann am Psychiatrischen Krankenhaus der Stadt. Außerdem wird er zum Sekretär des Ärztebundes der Balearen ernannt.

Villalonga beginnt sein literarisches Werk als Mitarbeiter der Tageszeitung Día in Palma mit einer Reihe von Artikeln, die stark von seinen antikatalanistischen und antirepublikanischen Überzeugungen beeinflusst sind. Bald darauf erscheint jedoch sein erster Roman Mort de dama (1931), den er unter dem Pseudonym Dhey veröffentlicht. Dieses Werk trägt groteske Züge, und ist in eine große Kontroverse innerhalb der mallorquinischen Welt verwickelt, die sich darin der Lächerlichkeit preisgegeben sieht. Im Laufe der Zeit wurde das Werk aber zu einem Klassiker der katalanischen Literatur, genauso wie Bearn o La casa de les nines (auf Katalanisch veröffentlicht 1951), ausgezeichnet mit dem Nationalen Kritikerpreis und zweifellos einer der meist übersetzten Romane der katalanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Neben diesen zwei emblematischen Romanen ist er Autor verschiedener Werke, die vor allem ab den Sechziger Jahren zum Mythos Bearn beitragen. Villalonga porträtiert darin weise und nostalgisch das Mallorca der alten Aristokratie kurz vor ihrem endgültigen Verschwinden. Daher wird sein Werk, vor allem Bearn, immer mit Il Gattopardo des Sizilianers Giuseppe Tomasi di Lampedusa verglichen, das Villalonga 1962 auch ins Katalanische übersetzte.

Weiterhin erwähnenswert sind seine Theaterstücke Fedra (1932), Silvia Ocampo (1935) und Desbarats (1965), sowie die Artikelsammlung Centro (1934).


Seite erstellt von Nausica Solà für den AELC.
Übersetzung: Katharina Wieland.
Fotos: Casa Museu Llorenç Villalonga.




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